Eine kleine Gruppe von Mitgliedern des Jugendverbands und des Studierendenverbands der Linken, die mit unserer Publikation in Verbindung stehen und teilweise an ihr mitwirken, hat eine Initiative zum Aufbau einer neuen Strömung gestartet und lädt zur Debatte ein. Wir veröffentlichen hiermit die Einladung der Initiative.
Statement der Redaktion: Wegen der personellen und ideellen Überschneidung mit dem Initiator:innenkreis des Projekts erklären wir uns bereit, Anfragen anzunehmen und an die Initiator:innen weiterzuleiten. Bei Interesse könnt ihr Licht & Luft auf Instagram und X anschreiben. Nichtsdestotrotz sind wir als Licht & Luft nicht die Plattform einer einzigen Strömung. In unserem Selbstverständnis schreiben wir hierzu:
»Um die strategischen Debatten der Linken aus der Bedeutungslosigkeit zu holen und um den nötigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu fördern, wollen wir mit unserer Publikation dazu beitragen, Orte des freien und öffentlichen Austauschs für die sozialistische Bewegung zu schaffen. Zugleich wollen wir unsere Publikation offenhalten für Personen, Gruppen und Bewegungen, die durch kritische Beiträge die Opposition gegen die bestehenden Verhältnisse vorwärtstreiben wollen — auch wenn sie sich nicht selbst als sozialistisch oder marxistisch verstehen.«
Liebe Genoss:innen,
Wir sind eine kleine Gruppe von Mitgliedern der Linksjugend und des SDS, die denkt, dass die Zeit reif ist, um aus unseren geteilten strategischen Ideen ein gemeinsames Projekt zu machen. Seit längerem lassen wir unsere Perspektiven in die Debatten einfließen (etwa über Licht & Luft, wo einige von uns mitwirken), glauben aber, dass es sinnvoll ist, ihnen einen strukturierten Rahmen zu geben. Auch wir wollen die Linksjugend und den SDS als Organisationen stärken und aufbauen. Der Aufbau einer organisierten Strömung soll diesem Ziel nicht im Weg stehen, sondern ihm dienen.
In Rückgriff auf Debatten und Projekte im Ausland, die die strategischen Erfahrungen des frühen Marxismus erneut aufgreifen und weiterdenken — wie die Marxist Unity Group in den USA oder ROOD in den Niederlanden — wollen wir uns auch bei uns für eine Praxis einsetzen, die den Kommunismus als Ergebnis einer unabhängigen Klassenpolitik der Lohnabhängigen ansieht, die die politische Machteroberung anstrebt und die diese Macht radikaldemokratisch und als Machtausübung gesellschaftlicher Mehrheiten auffasst.
Als nächsten Schritt wollen wir mit interessierten Genoss:innen darüber diskutieren, wie so eine Politik in unserem Kontext aussehen kann. Dafür werden wir vier Online-Sitzungen durchführen, wo wir auf der Basis von ausgewählten Texten versuchen, dieser Frage näher zu kommen:
Sitzung 1: Proletarische Demokratie
Di. 18 Uhr, 12.05.
Bruno Leipold: Marx’ soziale Republik
https://politischeoekonomie.com/marx-soziale-republik/
Sitzung 2: Revolutionäre Sozialdemokratie
Di. 18 Uhr, 26.05.
LK: Geschichte der Arbeiter:innenbewegung: Die Entwicklung der revolutionären Sozialdemokratie
https://communaut.org/de/die-entwicklung-der-revolutionaeren-sozialdemokratie
Sitzung 3: Strategie und Einheit
Di. 18 Uhr 09.06.
Mike Macnair: Revolutionäre Strategie, Kapitel 5
https://ouleft.org/wp-content/uploads/Macnair-Revolutionary-Strategy.pdf
Sitzung 4: Neuere Programme
Di. 18 Uhr 23.06.
Programm der Marxist Unity Group
https://www.marxistunity.com/light-and-air/draft-program
Programm von ROOD Jongeren

